WORKSHOPS – FRÜHKINDLICHER BILDUNGSBEREICH

Sofern Angebote mehrere Bildungsbereiche adressieren, finden Sie die jeweiligen Beiträge auch nochmal in der/den Rubrik/en dieser anderen Bildungsbereiche. 


Vortrag: Digitale Dokumentation von Bildungs- und Entwicklungsprozessen in der Kita – wie eine digitale Plattform den Kita-Alltag verändert
Für den frühkindlichen Bildungsbereich
Referentin: Maria Pfützner

Für die mittelbare pädagogische Arbeit haben sich heute Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Entwicklungsprozessen als elementare Bestandteile frühpädagogischen Handelns in der Kita etabliert (Knauf, 2019a; Viernickel & Völkel, 2009). Ein in Deutschland besonders verbreitetes Dokumentationsverfahren ist das Portfolio (Knauf, 2017; Viernickel et al., 2013). Hierfür sind in den vergangenen Jahren digitale Varianten und Erweiterungen entwickelt worden, die zunehmend Einzug in Kindertageseinrichtungen in Deutschland halten (Knauf, 2020).

„Bildungsdokumentationen sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen. Als Sinn und Zweck der Bildungsdokumentation wird oft die Formulierung “das Lernen sichtbar machen” (Knauf, 2019) verwendet. Mit der Digitalisierung der Bildungsdokumentationen eröffnen sich weitere Möglichkeiten und Gründe, digitale Medien im Kita-Alltag einzusetzen und zu nutzen. Dieser Workshop nimmt digitale Möglichkeiten und Risiken der digitalen Bildungsdokumentationen in den Blick.
Dabei spielen pädagogische Ziele sowie Organisations- und Kommunikationsprozesse in der Kita eine Rolle. Die Teilnehmenden lernen in dem Workshop, wie digitale Bildungsdokumentationen in Kitas eingesetzt werden.“

In der Veranstaltung werden verschiedene Dimensionen/Ebenen in den Blick genommen:
Was bedeutet die Digitalisierung der Dokumentation
a) für verschiedene Akteure (Kinder, Fachkräfte, Eltern, Leitungen, Träger)?
b) für verschiedene Qualitätsebenen (Prozess-, Struktur, Orientierung-Ergebnisqualität)?

Institution
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften –
Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Fakultät Gesundheitswesen
www.ostfalia.de

Wissenswertes zur Referentin
Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Blended Learning an der Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat Maria Pfützner den Bachelor-Studiengang „Kindheitspädagogik und Gesundheit“ (Start zum Wintersemester 2021/2022) inhaltlich maßgeblich ausgestaltet und entwickelt. Sie forscht zum Thema „Digitale Bildungsdokumentation in Kindertageseinrichtungen“ und doziert u.a. zum Thema „Beobachtung und Entwicklung kindlicher Entwicklungs- und Bildungsprozesse“. Als Erziehungswissenschaftlerin lernte sie während ihres Masterstudiums der Internationalen Berufsbildung im Familienreferat des Sozialministeriums in Sachsen-Anhalt und als Lehrkraft in der Erzieherinnen-Ausbildung die Kita-Landschaft aus einem erweitertem Blickwinkel kennen. In der Projektkoordination „Von der Hochschule in den Klassenraum“ (2010) und „Fakultätsübergreifende Lehr-Lernvideos“ (2019) setzt sie moderne Maßstäbe in der Berufs- und Medienpädagogik, die in ihre Forschungen einfließen. Maria Pfützner ist Gründungsmitglied des „Forschungsnetzwerkes Frühe Bildung“ (FFB) in Sachsen-Anhalt und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ (BAG-BEK).


Workshop: Update für den Jugendmedienschutz
Für alle Bildungsbereiche
Referentin: Eva Hanel

Seit dem 01.05.2021 ist das neue Jugendschutzgesetz in Kraft, das in seinen Änderungen vor allem den Jugendmedienschutz fokussiert. Das Gesetz zielt auf drei Bereiche: Schutz, Orientierung und Durchsetzung.
Kinder und Jugendliche sollen vor Interaktionsrisiken wie bspw. Cybermobbing, sexuelle Übergriffe, Datenweitergabe oder Hassrede geschützt werden, um ihnen eine unbeschwerte Teilhabe zu ermöglichen. Dazu zählt, dass bei Kindern und Jugendlichen relevante Internetdienste zu Voreinstellungen verpflichtet werden, damit mögliche Interaktionsrisiken minimiert werden können. Zudem soll es ein leicht erreichbares, einfaches und verständliches Hilfs- und Beschwerdemanagement geben, auf das Mädchen und Jungen zurückgreifen können, wenn sie sich bedroht oder bedrängt fühlen.
Pädagogische Fachkräfte und Eltern erhalten Unterstützung bei dem Ziel, Kinder und Jugendliche zu selbstbestimmten und altersgemäß risikobewussten Mediennutzer*innen zu erziehen. Orientierung sollen Positivkennzeichen, Gütesiegel, Rat- und Hilfeangebote sowie die Information über jugendgefährdende Inhalte, ihre Wirkrisiken und ihren Bezug zu jugendkulturellen Phänomenen geben. Spiele und Filme erhalten ein einheitliches Alterskennzeichen, egal ob sie online gestreamt oder im Einzelhandel gekauft werden. In dem Verfahren der Alterskennzeichnung werden nun auch Kostenfallen, glücksspielähnliche bzw. -spielstimulierende Mechanismen sowie eine mögliche exzessive Nutzung berücksichtigt.

Deskriptoren sollen pädagogischen Fachkräften, Eltern als auch Kindern und Jugendlichen veranschaulichen, welche Inhalte bzw. Interaktionsrisiken für das jeweilige Alterskennzeichen ausschlaggebend waren.
Die seit Mai geltenden Regeln sollen nicht nur national, sondern auch gegenüber ausländischen Anbietern (TikTok, YouTube, Discord, Instagram u. a.) durchgesetzt werden, die Mädchen und Jungen besonders intensiv nutzen.

Über diese Änderungen des Jugendschutzgesetzes wird Eva Hanel, Referentin für Medienpädagogik der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen informieren.

Institution
Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS)
www.jugendschutz-niedersachsen.de

Wissenswertes zur Institution
Als Fachreferat der LAG der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e.V. unterstützt die LJS pädagogische Fachkräfte sowie Eltern bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Die LJS steht für einen zeitgemäßen, aufgeklärten Kinder- und Jugendschutz, der die Bedürfnisse und Entwicklungschancen von Mädchen und Jungen in den Mittelpunkt stellt.
Die Kolleg*innen wollen, dass Kinder und Jugendliche sicher aufwachsen und ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden führen. Die Fortbildungen, Projekte und Materialien der LJS basieren auf der Überzeugung, dass Prävention der beste Schutz ist. Auf dieser Grundlage qualifizieren wir Fachkräfte und befähigen Eltern, mit Mädchen und Jungen auch in schwierigen Situationen umgehen zu können und sie bei entwicklungsbedingten Herausforderungen zu stützen.


Workshop: Medienabende in Kita & Grundschule. Ein Informations- und Beratungsangebot zur Medienerziehung in Familien
Für den frühkindlichen und schulischen (Grundschule) Bildungsbereich
Referentin: Sabine Eder

In welchen Medienwelten wachsen Kinder gut auf? Welche Inhalte nutzen sie gern? Was fasziniert und was ängstigt sie? Was und wie können Kinder mit, von, durch die Mediennutzung lernen? Wann ist es vielleicht zu viel? Wo liegen Chancen und wo lauern Gefahren?
Diese und ähnliche Fragen stehen im Zentrum der Medienabende für Eltern, Erzieher*innen und Grundschullehrkräfte. Im Workshop wird das kostenfreie Angebot „Medienabende“ vorgestellt.

Die Medienabende drehen sich um Themen rund um die Medienerziehung und den Medienumgang von 3–10jährigen Kindern. Diese Abende werden von der Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) gefördert und können daher kostenfrei gebucht werden. Das Team des Blickwechsel e.V. führt die Abende sowohl als Online- oder als Präsenzveranstaltung für interessierte Kitas und Grundschulen durch.

Während der Medienabende wollen wir einen bewussten und lebendigen Medienumgang in Familie anregen. Neben Vortragselementen (Infos zu spezifischen Themen*) gehen wir in den Dialog mit den Teilnehmenden. Wir wollen gemeinsam mit Eltern und päd. Fachkräfte überlegen/entwickeln, wie wir Kinder beim Aufwachsen in mobilen, digitalen Medienwelten unterstützen und fördern können. Dies geschieht in angenehmer Atmosphäre, im Austausch mit anderen interessierten Eltern, Erzieher*innen und Lehrkräften. Moderiert wird der Abend von Referent*innen des Blickwechsel e.V.

*  Themen: z.B. Frühkindliche Mediennutzung, Fernsehen, Hörmedien, Games, Soziale Medien, Smartphone., Medienerziehung allgemein. Weitere Themenwünsche können im Vorfeld abgesprochen werden.

Die Medienabende dauern ca. 2 Stunden und können Dank der Finanzierung durch die NLM von Kitas und Grundschulen kostenlos gebucht werden.

Institution
Blickwechsel
www.blickwechsel.org

Wissenswertes zur Referentin
Sabine Eder, Dipl. Pädagogin, Medienpädagogin, Verein für Medien- und Kulturpädagogik, http://www.blickwechsel.org, 1. Vorsitzende, in Doppelspitze mit Dr. Marion Brüggemann,der GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, http://www.gmk-net.de/

Arbeitsschwerpunkte: Geschäftsleitung, Durchführung von (Online-)Fortbildungen mit päd. Fachkräften,
Praxis-Workshops in Schulklassen, mit Kindern/Jugendlichen, Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern   
Lehraufträge Seit 2020 Lehrauftrag „Medienpädagogik“ an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. 
Seit 2019 Lehrauftrag “Fachdidaktik Medien und Informatik“ an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen

Veröffentlichungen (Auszug)
Sabine Eder und Susanne Roboom: Kindheit im Zeitalter der Digitalisierung. Herausforderungen und Potenziale für Kindertageseinrichtungen. Themenheft Ausgabe Januar 2020 im Rahmen des Grundwerks Qualität von Anfang an. In: Betreuung von Kleinstkindern. Krippe, Kindergarten und Kita, von Edeltraud Botzum/ Regina Remsperger-Kehm (Hrsg.), Carl Link Verlag 2020.


Workshop: Kita digital – so gelingt die alltagsintegrierte Nutzung digitaler Medien in der frühpädagogischen Praxis
Für den frühkindlichen Bildungsbereich

Referentin: Laura Niemeier, Michael Neydek

Der Einbezug digitaler Medien ermöglicht neue und kreative Wege und Zugänge für die Gestaltung von Bildungsmomenten in Kindertageseinrichtungen, für die Förderung von Kindern und die Zusammenarbeit mit Familien.
Welche digitalen Medien eigenen sich besonders für den Einsatz in der Kita? Wie können digitale und analoge Medien sinnvoll miteinander und mit der Begleitung von Lern- und Bildungsprozessen in der frühen Kindheit verknüpft werden? Wie können Familien mit eingebunden werden?

In diesem Workshop lernen pädagogische Fachkräfte, Leitungen, Fachberatungen und andere Akteur*innen im Feld der frühkindlichen Bildung nützliche digitale Tools und Anwendungen kennen. Sie erhalten vielfältige Tipps für deren praktische Anwendung und Nutzung im Alltag. Die Teilnehmenden erhalten außerdem die Gelegenheit sich im über Ihre Erfahrungen sowie die Potentiale und Herausforderungen beim Einsatz digitaler Medien in der Kita auszutauschen.

Institution
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH
FRÖBEL – Kompetenz für Kinder, froebel-gruppe.de

https://www.tag-der-medienkompetenz.de/wp-content/uploads/TdM21_WS_Froebel_Niemeier_Heft.pdf

Wissenswertes zur Institution und den Referierenden
Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH ist Deutschlands größter überregionaler freigemeinnütziger Träger von Kindertageseinrichtungen. FRÖBEL betreibt aktuell über 200 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtungen im Bereich Hilfen zur Erziehung in zehn Bundesländern. Mehr als 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten gemeinsam für die beste Bildung, Erziehung und Betreuung von rund 18.200 Kindern.
FRÖBEL hat die Digitalisierung als eines der großen Zukunftsthemen fest in den Unternehmensleitlinien und in der strategischen Ausrichtung verankert und schafft auf verschiedenen Ebenen Möglichkeiten, um die Potentiale der Digitalisierung schon in Kindertageseinrichtungen auszuschöpfen. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung digitaler Medien in der Bildungsarbeit mit Kindern, sondern auch um Möglichkeiten der digitalen Dokumentation und Chancen der Zusammenarbeit mit Familien bis hin zu digitalen Formen der Fort- und Weiterbildung. Mehr dazu finden Sie auf der FRÖBEL-Homepage unter https://www.froebel-gruppe.de/digitale-medien/.

Michael Neydek, Kindheitspädagoge (B.A.) ist Multiplikator für Digitalisierung im FRÖBEL-Kindergarten SieKids Ackermäuse in Braunschweig. Er hat langjährige Erfahrung in der Planung und Durchführung medienpädagogischer Projekte. Er unterstützt nicht nur seine Kolleg*innen in der Einrichtung vor Ort, sondern teilt seine Erfahrungen und sein Wissen auch mit Kolleg*innen deutschlandweit. Michael Neydek war 20217 Teil des FRÖBEL-Lab Digitale Medien in der frühpädagogischen Praxis.

Laura Niemeier, Bildungswissenschaftlerin (M.A.) ist Referentin für Pädagogik und Qualitätsentwicklung bei der FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützigen GmbH. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehört unter anderem die konzeptionelle Verankerung und Weiterentwicklung des Einsatzes digitaler Medien im frühpädagogischen Kontext sowohl auf Träger- als auch auf Einrichtungsebene.

 

 

TAG DER MEDIENKOMPETENZ
am 04.11.2021
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